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Berufsausbildung im Bonita-Haus

Das BONITA-Haus - berufliche Ausbildung in Dapaong

Wir bitten um Spenden für Stipendien, damit auch junge Frauen und Männer aus armen Verhältnissen ausgebildet werden können.

* Stipendien für die Ausbildung von Landwirten und Handwerkern: 5 bis 10 € monatlich

* Stipendien für die Informatiker, Buchhalter, Büroassistenten, Kaufleute: 12 bis 24 € monatlich

Spendenkonto:

DAZ e.V.

IBAN: DE49 1505 0500 0232 0082 56

BIC: NOLADE21GRW

bei der Sparkasse Vorpommern

Kennwort: Stipendium

Unter youtu.be/nAfu5zZRMiE können Sie ein Video über den Bau und die Einweihung des BONITA-Hauses sehen.

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siehe: Der Verein: Paten-Erklärung-Berufsausbildung

Dort finden Sie ein Formular für eine Patenschaftserklärung.

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Mit Finanzierung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und der Fürsorge- und Bildungsstiftung wurde von 2010 bis 2013 in Dapaong ein Ausbildungszentrum, das BONITA HAUS, gebaut. Schwerpunkt ist in Absprache mit dem togoischen Ministerium die Ausbildung im Bereich Agroökologie.

Träger der Ausbildungsstätte ist unser Partner, der Verein IT Village. Einzugsbereich für das BONITA HAUS sind der Norden Togos und die Nachbarregionen in Burkina Faso und Benin. Im Umkreis von 200 km gibt es keine entsprechende Ausbildungsstätte. Die Ausbildung hat das Ziel, junge Menschen in einer sehr armen Region in Arbeit zu bringen bzw. sie zu befähigen, sich Einkommen zu erarbeiten.

Darum hat die Ausbildung einen hohen Praxisanteil (70%). Ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung sind Praktika in Unternehmen der Region. Vorbild für diese Ausbildungsstätte ist die Ausbildung Songhai in Porto Novo/Benin, www.songhai.org.

Während der Ausbildung sollen die Auszubildenden lernen Feldfrüchte anzubauen, zu verarbeiten und zu vermarkten. Das gleiche gilt für Produkte aus der Forstwirtschaft und Tierzucht einschließlich Fischzucht. IT Village hat Erfahrungen in einem sehr erfolgreich laufenden Imkerprojekt gesammelt. Kleine Ausbildungsbetriebe sollen geschaffen werden. Die Auszubildenden sollen lernen, marktorientiert Landwirtschaft und Forstwirtschaft zu betreiben. Es ist z.B. an Verarbeitung von Sheabutter gedacht, an Ziegen-, Schaf- und Perlhuhnzucht und entsprechende Fleischverarbeitung, an Anlegen von Fischzuchtteichen und entsprechende Verarbeitung und Vermarktung. Es geht dabei immer um Produkte, die auf dem togoischen Markt und dem Markt der Nachbarländer verkauft werden können.

In der Ausbildungsstätte in Dapaong wurden eine Baumschule und ein Musterfelder angelegt. Regenwasser wird in Zisternen zur Bewässerung aufgefangen. In dem Dorf Nagre 2 hat die Dorfgemeinschaft 10 ha zur Verfügung gestellt. Dort wird zurzeit ein Projekt der Agroforst realisiert. Zur Bewässerung wurde ein Stauteich angelegt. In dem Dorf Kpayendiga (Präfektur Kpendjal) hat die Dorfgemeinschaft 127 ha zur Verfügung gestellt. Dieses Land liegt am Oti-Fluß. Der Oti führt ganzjährig Wasser. Hier sollen kleine Ausbildungs-Musterbetriebe aufgebaut werden. Mit diesem Projekt bemühen wir uns, in eine Förderung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zu kommen.

Die KfW fördert zurzeit in Togo drei landwirtschaftliche Ausbildungsstätten. Dazu wurde vorher vom BMZ eine landesweite Untersuchung durchgeführt, um die Förderstandorte zu lokalisieren. Bei dieser Studie wurde die Savannenregion nicht berücksichtigt. Die Hauptbegründung hierfür ist, dass die Region zu weit von Lome entfernt ist und darum eine Begleitung der Projekten durch deutsche Fachleute schwierig ist. Die Entfernung zwischen Dapaong und Lome beträgt 630 km. Um diese Strecke zu überwinden, muss man einen Tag einplanen. Dürfen an solchen Hindernissen Entwicklungsprojekte scheitern? Die Savannenregion ist mit einem rund 90% Anteil von sogenannten Extremarmen an der Bevölkerung die ärmste Region des Landes. Wenn hier nicht Perspektiven für junge Leute zu erkennen sind, werden auch aus dieser Region mehr Jugendliche nach Europa flüchten. Wir arbeiten daran, dass deutsche Politik an dieser Stelle geändert wird. 2017 sollen zwei weitere Ausbildungsstätten in Togo durch die KfW gefördert werden. Dann wollen wir dabei sein. Denn durch die Schaffung von Verarbeitungsbetrieben können Arbeitsplätze und Perspektiven in der Savannenregion geschaffen werden. Wir werden auf jeden Fall weiter in der Region aktiv bleiben.

In Porto-Novo/BENIN - www.songhai.org - gibt es eine sehr gute landwirtschaftliche Ausbildungsstätte. Nach dem Vorbild von Songhai wird der Fachbereich Agroökologie im BONITA-Haus aufgebaut. Die Dozenten werden in Porto-Novo geschult. Ein Dozent aus Benin konnte für die Ausbildung in Dapaong gewonnen werden.

Weitere Ausbildungsfächer im BONITA HAUS sind Maurer, Tischler, Schweißer. diese Ausbildung dauert 3 Jahre. Die Ausbildung für Informatiker, Buchhalter, Kaufleute und Büroassistenten hat eine Dauer von zwei Jahren.

Die Ausbildungsstätte besteht aus acht Gebäuden, die von dem Architekten Diébédo Francis Kéré entworfen wurden. Herr Kéré stammt aus dem Nachbarland Burkina Faso und arbeitet als Architekt in Berlin. Sein Bau verbindet Tradition mit Moderne. Er knüpft an traditionelles Bauen mit Lehm in dieser Region an. Durch eine besondere Dachkonstruktion werden die Räume ohne Verwendung teurer elektrischer Energie gekühlt. Das ist in der heißen Savanne mit Temperaturen bis über 40 Grad ein unschätzbarer Wert. Die Übergabe der Gebäude am 9. März 2013 war auch darum ein großes Fest.

Vom BONITA-Haus sollen zukünftig Impulse für technische Entwicklung in der Savanne ausgehen. Dazu arbeitet DAZ mit der Technischen Hochschule in Wildau bei Berlin zusammen. Zunächst geht es dabei um die Anwendung von Solarstrom. Ein Absolvent der Hochschule hat einen Solarantrieb für eine Presse von Lehmsteinen entwickelt. Für die Grundschule in Kourdjoak wurde 2014 eine Solaranlage eingebaut. Es ist der erste Strom in diesem Dorf. Dieses Projekt wird 2015 in zwei weiteren Dorfschulen umgesetzt.

Damit junge Menschen aus armen Verhältnissen an der Ausbildung teilnehmen können, vergibt IT Village Stipendien. Für Handwerker und Landwirte betragen diese Stipendien 5 bis 10 € monatlich, für die anderen Ausbildungszweige mit Fachschulniveau 12 – 24 € monatlich. Für diese Stipendien bittet DAZ um Spenden. Jede Spende hilft.

Nur mit qualifizierten Menschen aus der Region können Lebensverhältnisse verbessert werden und können sich junge Menschen Perspektiven in ihrer Heimat erarbeiten und müssen nicht über Abwanderung nach Europa nachdenken. Darum ist die Ausbildung im BONITA HAUS in Dapaong ein so wichtiges Projekt.

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