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Ohne Wasser gibt es kein Leben

Wasser ist Leben!

In der trockenen Savanne im Norden Togos spürt man es überall: Ohne Wasser gibt es kein Leben. Menschen laufen auch heute noch viele Kilometer, um ihr tägliches Trinkwasser zu holen. Für viele ist das kein sauberes Wasser aus einem tiefen Brunnen und schon gar nicht Wasser aus einer Wasserleitung. Flüsse, Seen, Bäche, Tümpel - aus ihnen holen Menschen ihr Trinkwasser. Kühen, Ziegen, Eseln und anderen Tieren dienen diese Wasserstellen auch als Tränke. An vielen Stellen in der Savanne fehlt Wasser.

Auch die Pflanzen brauchen Wasser. In der Regenzeit gibt es starke Regengüsse. Dann stürzt das Wasser vom Himmel. Aber es ist auch schnell wieder weg. Trockene Bäche sind plötzlich voll und fließen schnell ab in die großen Flüsse. Viel Wasser versickert oder verdunstet unter der heißen Tropensonne.

Unser Partner ist dabei, Konzepte zu entwickeln und zu realisieren, damit Regenwasser gesammelt und in den trockenen Monaten zur Verfügung steht. In dem Dorf Nagre 2 startete 2015 ein Agroforstprojekt. In einem Stausee soll das viele Wasser in der Regenzeit gesammelt werden. Aber das ist in der Savanne gar nicht so einfach. Bei unseren Projekten sollen einheimische Firmen die Chance erhalten, Geld zu verdienen und Erfahrungen zu sammeln. Eine Firma aus der Savannenhauptstadt Dapaong meinte, dass sie gute Erfahrungen mit dem Bau von Stauseen habe. Sie bekam darum den Auftrag. Aber die Realität war nicht so. Beim ersten großen Regen bestand die Gefahr, dass der Damm bricht. Er wurde darum geöffnet. Nun sollte der Damm verstärkt werden. Der Bagger, der den Aushub machen sollte, ging kaputt. Ein Ersatzteil muss her. In Togo, auch nicht in der Hauptstadt Lome, war dieses Ersatzteil zu bekommen. So ist zurzeit der Stand. Nächste Woche soll versucht werden, das Ersatzteil in Accra/Ghana zu bekommen. Das geht nicht über Internet, wie bei uns. Die vielen Kilometer muss jemand abfahren und bei Gebrauchtwarenhändlern suchen, ob er das entsprechende Teil findet. Das kostet Zeit und Geld. Es gibt nur diesen einen Bagger in der Savanne. Die Regenzeit geht jetzt aber langsam zu Ende. Wenn das Regenwasser nicht gestaut werden kann, werden die vielen kleinen Bäume, die vor wenigen Wochen gepflanzt wurden, vertrocknen. Darum sucht unser Partner zurzeit nach einer anderen Lösung. Darum soll ein Bulldozer herangefahren werden, um die Staumauer zu vollenden. Es entstehen zusätzliche Kosten. Aber ohne diese Maßnahme vertrocknen viele junge Bäume und viel Arbeit war umsonst.

Ein anderes Vorhaben ist das Sammeln von Regenwasser von Dächern. Dazu sollen an den Gebäuden im BONITA HAUS Regenrinnen angebracht werden. Das Wasser soll in Zisternen gesammelt werden und kann dann zur Bewässerung von Pflanzen genutzt werden.

Ein ganz anderer Versuch läuft demnächst an, um Regenwasser oder Flusswasser zu gutem Trinkwasser zu machen. Das Hilfswerk der Deutschen Lions e.V. hat IT Village einen Wasserrucksack "Paul" gespendet. Paul wurde an der Universität in Kassel entwickelt. Paul kann Krankheitskeime herausfiltern. 1.200 Liter Wasser kann Paul so täglich reinigen. Wir wollen ausprobieren, ob Paul z.B. für kleine Orte am Oti, einem der großen Zuflüsse des Voltasees, geeignet ist, siehe www.wasserrucksack.de. 1.200 Liter Wasser kann Paul täglich reinigen.

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