Sauberes Trinkwasser

Sauberes Trinkwasser
Als 2005 zum ersten Mal DAZ-Vertreter die Savanne besuchten, waren sie geschockt, als sie sahen, dass Menschen aus schmutzigen Tümpeln Wasser tranken. In diese Tümpel liefen auch Kühe, Schafe, Ziegen, Hunde und andere Tiere und tranken. Kühe ließen Kuhfladen in das Wasser fallen. Aber besonders in der langen Trockenzeit hatten viele Menschen in der Savanne keine Alternative. Selbstgebaute Brunnen, die mühsam gegraben waren, versiegten in der Trockenzeit. Wir begleiteten Menschen, die im März 15 km bis zur nächsten Wasserstelle liefen. Wir hörten, dass Kleinkinder starben, weil sie schmutziges Wasser tranken.
Die Fürsorge- und Bildungsstiftung und die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung halfen uns, dass wir 2008 den Bau von fünf Trinkwasserbrunnen finanzieren konnten. Sie mussten mit professionellen Bohrmaschinen gebohrt werden. In einem Dorf stieß man erst in 120 m Tiefe auf eine ausreichend ergiebige Wasserader. In der Savanne gibt es auch heute keine Firma, die solche Bohrungen durchführen kann. Die nächste Firma hat ihren Sitz mehrere 100 km entfernt. Auch das erhöht den Preis.
Bevor die Bohrungen durchgeführt wurden, wurde von IT Village mit der Dorfbevölkerung geredet. Menschen, die bisher keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser hatte, haben sich um Hygiene und Krankheiten, die mit schmutzigem Wasser zu tun haben, keine Gedanken gemacht. Wie lagere ich sauberes Trinkwasser? Das ist ein Problem, dass auch heute noch nicht in den Dörfern erledigt ist.


Außerdem wurden die Dorfbewohner mit der Pumpentechnik vertraut gemacht. In jedem Dorf wurden zwei Bewohner für die Wartung und Reparatur der Pumpen geschult und mit dem notwendigen Werkzeug ausgerüstet. Außerdem wurde ein Trinkwasserkomitee gegründet. Die Dorfgemeinschaft übernahm die Verantwortung über die Pumpen, d.h. bei Störungen war sie für die Instandsetzung zuständig. Es wurde ein Konto eingerichtet, damit künftig auch Geld da ist, wenn Ersatzteile gekauft werden müssen. Jede Familie, die Trinkwasser vom Brunnen holt, zahlt einen kleinen Betrag. Die Zusage der Dorfgemeinschaften zu diesem Verfahren war die Bedingung für den Start des Projektes.
In einem Dorf wurden später die Bedingungen nicht realisiert. Die Familien zahlten ´nicht den zugesagten Betrag in die Gemeinschaftskasse. Trotz mehrere Gespräche, an denen auch zweimal Vertreter von DAZ teilnahmen, wurden die Zusagen nicht eingehalten. Mit diesem Dorf beendete IT Village darauf seine Zusammenarbeit. Denn ohne die aktive Beteiligung der Menschen können Entwicklungsprojekte nicht nachhaltig gelingen. Die Projekte müssen ihre Projekte werden. Darum müssen sie von Anfang an ihren Beitrag leisten.
2014 konnte DAZ die Finanzierung von weiteren 11 Brunnen zusagen. 10 Brunnen finanzierte die Fürsorge- und Bildungsstiftung. Ein Brunnen finanzierten Spender aus Österreich. Der Wiener Verein Wasser für die Welt sammelt für DAZ Spenden, http://www.wasser-fuer-die-welt.org/projekte/dapong/. Weitere Brunnen sind im Zusammenhang mit Schulföderprojekten in der Planung.

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