Honigproduktion in der Savanne

Miel des Savanes / Honig der Savanne

 

Im Jahr 2014 wurden 11 t Honig gewonnen. Die Vermarktung in Togo gelingt immer besser. In vielen großen Hotels in Togo wird der Honig der Savanne in 30 Gramm Verpackungen angeboten. Der monatliche Umsatz beim Verkauf betrug Mitte 2014 1 Millionen Fcfa, rund 1.500 €. An der Steigerung dieser Zahl wird weiter gearbeitet. IT Village bemüht sich um Partner in der Elfenbeinküste und in Nigeria, um auch dort den Honig anzubieten. 2014 lief dieses Projekt ohne finanzielle Förderung durch DAZ. Das Projekt wurde zum ersten Mal durch den Verkauf von Honig finanziert.

Im Dezember 2013 führte die Berliner Imkerin Brunhild Stephan einen Workshop für Imker in Dapaong durch. Ihren Arbeitsbericht veröffentlichte DAZ im Jahresbericht 2013. Für die Ausbildung der Imker brauchen wir Dozenten aus dem Ausland, da es bisher keine professionelle Imkerei und auch keine Ausbildung dafür in Togo gibt. Im Februar 2015 erfolgt ein zweiter Workshop mit einem französischen Imker, der viel Erfahrung mit der Imkerei in Afrika mitbringt.

 

Das Projekt "Honig der Savanne" läuft seit 2009. In der Provinzhauptstadt Dapaong im Norden Togos wurde 2010 mit Hilfe von DAZ eine Imkerei errichtet. Imkerei ist für die Savanne eine erfolgversprechende Maßnahme zur Verbesserung der Einkommen von armen Dorfbewohnern. Die Savanne ist die ärmste Region in Togo. Die Dorfbewohner leben vor allem von der Subsistenzwirtschaft. Die Erträge auf den Feldern sind in den letzten Jahren rückläufig. Extreme Trockenzeiten wechseln mit starken Regengüssen. Abholzungen und Brandrodungen sind weitere Gründe für die Verschlechterung der Böden und damit für geringere Ernteerträge. Mit einem Programm für Aufforstung und Imkerei hat der DAZ-Partner IT Village Gegenstrategien entwickelt, an deren Durchsetzung seit einiger Zeit zielgerichtet und schrittweise gearbeitet wird. Ein wichtiger Nebeneffekt des Aufbaus von neuen Imkereien ist, dass dadurch eine verbesserte Bestäubung der Feldfrüchte erreicht wird und Ernteerträge gesteigert werden können.

In der Savanne finden die Bienen einen für sie sehr gut geeigneten Lebensraum. Besonders am Baobab, einem der typischen Bäume der Savanne, sammeln sich viele Bienenvölker.

Der Honig hat eine gute Qualität. Die Haupterntezeit ist von Februar bis April. In dieser Zeit ist die Luftfeuchtigkeit gering. Das fördert die Qualität des Honigs. Die Savanne gilt in Afrika als der am besten geeignete Raum für die Imkerei. Das Institut für Bienenkunde in Celle hat den Honig analysiert unb bescheinigt ihm eine gute Qualität. Der Wassergehalt beträgt z.B. nur 16,2%.

2010 konnten durch IT Village bei dem ersten Aufkauf von Waben rund 300 kg Honig gewonnen werden. Der Honig war ohne viel Werbung schnell verkauft. Abnehmer waren Privatpersonen und Hotels in den großen Städten des Landes. 2011 waren es dann schon 7 t. Für den Verkauf dieser Menge muss schon mehr getan werden. Im September 2011 wurde in der Hauptstadt Lome ein Honighaus eröffnet. Der meiste Verkauf erfolgt hier bzw. wird von hier aus organisiert. Denn im Süden ist die Kaufkraft größer. 2012 wurden 15 t Honig gewonnen. Eine umfangreiche Werbekampagne wurde in Togo für den Verkauf gestartet. Im Fernsehen und Radio liefen Werbespots, Zeitungen brachten Anzeigen. IT Village war mit dem Honig auf zwei Messen. Allerdings zeigt sich, dass diese Mengen zurzeit nicht in Togo abgesetzt werden können. Darum soll er in Nachbarländern angeboten werden. Die Honigproduktion wurde darum etwas verringert, 1914 auf 11 t Honig.

Es gibt inzwischen rund 80 Imkervereine mit rund 2.000 Imkern.

Die Imker bieten den Bienenvölkern in der Savanne traditionell Tontöpfe und ausgehöhlte Baumstämme für den Wabenbau an. Auch Holzkästen (TOP-BAR-Beuten) sind vereinzelt im Einsatz. IT Village hat Magazinkästen (Langstroth-Beuten) herstellen lassen und macht erste Erfahrungen mit diesen Beuten. Sie wurden an verschiedenen Standorten aufgestellt. Was für die Bienen in der Savanne das richtige Angebot ist, muss getestet werden. Bis zur richtigen Lösung kann es einige Jahre dauern. Dazu gehört auch, dass die togoischen Imker den richtigen Umgang mit den Beuten lernen. Die togoischen Bienen sind sehr scheu und dürfen darum nicht oft gestört werden. Sie haben in der Savanne natürlich Feinde und wehren sich darum auch gegen Eindringlinge.

Durch das Projekt sollen Wertschöpfungsketten in der Savannenregion aufgebaut werden, die nachhaltig bei armen Familien zu mehr Einkommen führen.

Wir können jetzt schon feststellen, dass dieses Programm große Aktivitäten in vielen Dörfern der Savanne ausgelöst hat. Es ist ein erfolgreiches Programm im Kampf gegen die Armut. Dabei werden keine Geschenke verteilt. Die Menschen der Savanne vollziehen diesen Schritt selbst. Darum ist es ein Schritt, der Hoffnung macht. Dazu kommt, dass die Honigernte in der Trockenzeit erfolgt, in einer Zeit, wo viele Familien in der Savanne hungern. So bekommen die Menschen eine Möglichkeit gerade in dieser Zeit Geld zu verdienen.

Film über die Imkerei in der Savanne: : youtu.be/bLkKqLBrbfo

Spendenkonto:

DAZ e.V.

IBAN: DE49 1505 0500 0232 0082 56

BIC: NOLADE21GRW

bei der Sparkasse Vorpommern

Kennwort: Honig der Savanne

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